Selbstgemachte Fruchtgummies gegen Wassereinlagerungen: Das einfache Rezept
Selbstgemachte Fruchtgummies gegen Wassereinlagerungen: Das einfache Rezept
Stell dir vor, du greifst zu einer Handvoll Fruchtgummies und tust dabei etwas für deinen Mineralstoffhaushalt. Genau das ist die Idee hinter diesen selbstgemachten Gummies: Sie schmecken wie die Fruchtgummies aus dem Süßigkeitenregal, bestehen aber nur aus Brennnesseltee, Saft und Agar Agar, ohne Gelatine und ohne Farbstoffe.
In diesem Beitrag bekommst du ein einfaches Rezept, das auch Anfängerinnen gelingt, erfährst, warum gerade diese Zutaten bei Wassereinlagerungen interessant sind, und welche Formen sich dafür am besten eignen.
Warum diese Gummies bei Wassereinlagerungen helfen können
Ob dein Körper Wasser im Gewebe festhält oder wieder abgibt, hängt unter anderem vom Zusammenspiel von Natrium und Kalium ab. Kalium unterstützt deine Zellen dabei, das Wasser richtig zu verteilen, und genau dieses Mineral steckt in den Zutaten dieser Gummies.
Brennnessel gehört zu den kaliumreichen Pflanzen und wird in der Naturheilkunde traditionell als durchspülend beschrieben. Orangensaft liefert zusätzlich Kalium und eine fruchtige Süße, und Zitrone macht das Ganze frisch. Die Gummies sind also kein Wundermittel, aber ein leckerer Weg, kaliumreiche Zutaten regelmäßig in deinen Alltag zu bringen.
Was deine Lymphe damit zu tun hat
Dein Lymphsystem transportiert überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe zurück in den Kreislauf, und es hat dafür keine eigene Pumpe wie das Herz. Es ist auf Bewegung, elastisches Bindegewebe und ein ausgeglichenes Verhältnis bestimmter Mineralien angewiesen. Fehlt davon etwas, kann sich das als Spannungsgefühl, schwere Beine oder aufgedunsenes Gewebe zeigen.
Gummies sind deshalb nicht die einzige Stellschraube, aber eine, die du leicht in den Alltag einbauen kannst. Wenn du wissen möchtest, was du noch für deinen Lymphfluss tun kannst, findest du in diesem Beitrag zehn Methoden, die wirklich funktionieren: Lymphsystem anregen: Die 10 besten Methoden, die wirklich funktionieren.
Für dich, wenn du
• abends schwere Beine oder geschwollene Füße hast
• morgens aufgedunsen aufwachst
• Lust auf etwas Süßes hast, aber nichts Schweres möchtest
• gern selbst machst, was du isst
Wenn du Herz oder Nierenprobleme hast oder Medikamente nimmst, die den Kaliumspiegel beeinflussen, sprich bitte vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt, bevor du gezielt mehr Kalium zuführst.
Das Rezept: Brennnessel Orangen Gummies
Zeit: 15 Minuten Arbeit, 1 Stunde Kühlzeit
Ergibt: ca. 40 kleine Gummies, je nach Form
Zutaten
• 150 ml starker Brennnesseltee (2 Teebeutel oder 2 TL lose Blätter, 10 Minuten ziehen lassen)
• 150 ml Orangensaft, am besten frisch gepresst
• 2 EL Zitronensaft
• 2 bis 3 EL Honig oder Ahornsirup, je nach gewünschter Süße
• 2 gestrichene TL Agar Agar Pulver (etwa 6 g)
Agar Agar findest du im Reformhaus, im Bioladen, in gut sortierten Drogerien oder im Backregal mancher Supermärkte. Wenn du es nicht in deiner Nähe bekommst, kannst du es auch bequem hier bestellen.
Zubereitung
1. Tee vorbereiten: Brühe den Brennnesseltee stark auf und lass ihn zehn Minuten ziehen. Dann abseihen und etwas abkühlen lassen.
2. Mischen: Gib den Tee, den Orangensaft, den Zitronensaft und den Honig in einen kleinen Topf. Rühre das Agar Agar mit einem Schneebesen ein, solange die Flüssigkeit noch kalt oder lauwarm ist, sonst klumpt es.
3. Aufkochen: Erhitze alles unter ständigem Rühren, lass es zwei Minuten sprudelnd kochen, denn erst dann entfaltet Agar Agar seine volle Wirkung. Nimm den Topf vom Herd.
4. Abfüllen: Fülle die Masse zügig mit einer kleinen Pipette oder einem Löffel in die Formen, denn Agar Agar zieht schnell an. Wird die Masse im Topf fest, erwärme sie kurz noch einmal.
5. Fest werden lassen: Stelle die Formen für etwa eine Stunde in den Kühlschrank. Dann lassen sich die Gummies leicht herausdrücken.
Wusstest du, dass bestimmte Mineralien deinen Lymphfluss unterstützen oder ausbremsen können? Mit meinem kostenlosen Lymph-Mineral-Check findest du in 2 Minuten heraus, welches Mineral deine Lymphe gerade am meisten braucht.
Diese Formen eignen sich für Fruchtgummies
Am einfachsten gelingen die Gummies in Silikonformen, weil sich die fertigen Stücke ohne Bruch herausdrücken lassen. Kleine Formen mit Bärchen oder Herzen sind besonders beliebt, weil die Gummies darin aussehen wie die aus dem Süßigkeitenregal. Eine passende Auswahl findest du hier: Fruchtgummi Formen.
Dazu empfehle ich eine kleine Pipette, die oft schon bei den Formen dabei ist. Damit füllst du die Mulden sauber, ohne zu kleckern. Hast du keine Formen, funktioniert auch eine flache Schale: Die Masse hineingießen, fest werden lassen und die Gummies in Würfel schneiden.
Zwei Varianten zum Ausprobieren
Ananas Ingwer: Ersetze den Orangensaft durch Ananassaft und gib einen halben Teelöffel frisch geriebenen Ingwer dazu. Ananas liefert Kalium und schmeckt wunderbar exotisch, Ingwer wärmt und regt die Durchblutung an.
Beeren Zitrone: Püriere eine Handvoll frische oder aufgetaute Beeren, drücke sie durch ein Sieb und nimm 150 ml davon statt des Orangensafts. Das gibt eine schöne rote Farbe und viele Pflanzenstoffe.
So baust du die Gummies in deinen Alltag ein
Am besten funktionieren die Gummies als kleine Gewohnheit, die du gern machst. Hier sind drei Ideen:
• Am Nachmittag statt Schokolade: Wenn der Heißhunger auf Süßes kommt, nimm eine kleine Handvoll Gummies. Sie sättigen sanft und liefern dabei Kalium.
• Nach dem Essen: Viele kennen das Bedürfnis nach etwas Süßem zum Abschluss. Zwei bis drei Gummies reichen oft aus.
• Zum Mitnehmen: In einer kleinen Dose halten sie sich im Kühlschrank mehrere Tage und passen in jede Tasche, auch für unterwegs oder ins Büro.
Dazu passt ein großes Glas Wasser oder eine Tasse Brennnesseltee, und ein kurzer Spaziergang danach bringt deine Lymphe gleich in Bewegung.
Tipps, damit die Gummies gelingen
• Agar Agar unterscheidet sich je nach Marke. Schau auf die Packung, wie viel pro 500 ml Flüssigkeit empfohlen wird, und rechne dein Rezept entsprechend um. Für Gummies darf es etwas mehr sein als für Pudding.
• Teste die Konsistenz. Gib einen Tropfen der heißen Masse auf einen kalten Teller. Nach einer Minute im Kühlschrank sollte er fest sein.
• Ruhig kochen lassen. Die zwei Minuten Sprudeln sind wichtig, sonst bleiben die Gummies weich.
• Kühl lagern. In einer Dose im Kühlschrank halten sie sich etwa fünf bis sieben Tage.
💛 Bei mir hat sich am meisten verändert, seit ich nicht mehr gegen Heißhunger auf Süßes kämpfe, sondern ihn mit etwas auffange, das mir guttut. Eine kleine Handvoll dieser Gummies am Nachmittag, und die Schokolade ist plötzlich gar nicht mehr so wichtig.
Häufige Fragen zu den Gummies
Kann ich statt Agar Agar Gelatine nehmen?
Ja, das geht, die Gummies werden dann etwas weicher und elastischer. Agar Agar ist pflanzlich und macht die Gummies fester und bissfester, deshalb bleibe ich bei Agar Agar.
Wie viele Gummies darf ich pro Tag essen?
Eine kleine Handvoll, etwa fünf bis zehn Stück, ist ein guter Richtwert. Sie sind ein Snack und kein Ersatz für eine mineralstoffreiche Ernährung insgesamt.
Machen die Gummies wirklich gegen Wassereinlagerungen?
Sie sind kein Heilmittel, aber sie liefern Kalium und Pflanzenstoffe aus Brennnessel und Frucht, die dein Körper beim Flüssigkeitshaushalt gut gebrauchen kann. Am meisten bringen sie als Teil einer Routine mit Bewegung, ausreichend Trinken und mineralstoffreicher Ernährung.
Kann ich die Gummies ohne Honig machen?
Ja, du kannst Ahornsirup nehmen oder den Süßungsanteil ganz weglassen, wenn dir der Orangensaft süß genug ist. Probiere die Masse vor dem Abfüllen, denn nach dem Abkühlen schmeckt sie etwas weniger süß.
Wie lange sind selbstgemachte Gummies haltbar?
Im Kühlschrank in einer verschlossenen Dose halten sie sich etwa fünf bis sieben Tage. Bei Zimmertemperatur werden sie schneller weich, deshalb lagere sie lieber kühl.
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